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Die Geschichte der Bundesliga

Gepostet von Kathi am Jun 24, 2011 in Die Wettbewerbe | Keine Kommentare

Die Geschichte der Bundesliga beginnt im Jahr 1962, und zwar im Goldsaal von der Dortmunder Westfalenhalle. Der 28. Juli 1962 gilt als Tag der Geburt der Liga. Die Delegierten haben am Bundestag des DFP (Deutscher Fußball Bund) die Gründung beschlossen. Eigeführt wurde die Saison 1963/64. Mit 103 Stimmen „Ja“ und lediglich 26 Gegenstimmen ist die Wahl für die gesamtdeutsche Liga in der höchsten deutschen Spielklasse ausgefallen. Der erste Spieltag war der 24. August 1963. Nach nur 58 Sekunden nach Anpfiff ist auch schon das erste Tor gefallen. Es war der Dortmunder Timo Konietzka. Für die Verantwortlichen gab es jede Menge Arbeit, denn sie mussten die Ordnung und die Struktur der einzelnen Ligen innerhalb von Deutschland festlegen. Endlich war die Idee für die einheitliche Liga, die schon einige Visionäre gehabt haben, verwirklicht worden. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis die ausgesprochenen Ideen endlich umgesetzt waren.

Die ersten Ideen

Die ersten Ideen und Pläne für die Bundesliga, also eine gesamtdeutsche Liga, hat es schon im Jahr 1932 gegeben. Den Wunsch nach einer so genannten „Reichsliga“ hatte Felix Linnemann, der frühere DFB Präsident. Es sollte sich um eine Liga handeln, bei der deutsche Vereine gegeneinander antreten und dann einen Deutschen Meister ermitteln. Es waren die Regionalverbände, die sich gegen diese Idee wendeten und ihre Zustimmung nicht gaben. Als der zweite Weltkrieg dann zu Ende war, haben mehrere Oberligen den Spielbetrieb in Westdeutschland aufgenommen. Die Oberligen spielten als höchste Spielklasse und die Meister aus den einzelnen Ligen haben dann den Deutschen Meister ausgespielt. Schon mit der Saison 1949/50 hat es in der DDR eine Einheitsliga gegeben. Das System der Oberliga hat Schwierigkeiten mit sich gebracht. Dadurch, dass sich immer mehr Vereine dem Profitum angeschlossen hatten, gab es irgendwann eine Zweiklassengesellschaft. Es gab in der Oberliga immer wieder einige Mannschaften, die einfach dominierten und nicht zu schlagen waren. Die Konkurrenz war zu klein. Dadurch liefen viele der deutschen Vereine nur hinterher. Die europäischen Wettbewerbe wurden dadurch auch meist von Spanischen, Englischen und Italienischen Clubs dominiert.

Weitere Versuche für eine Bundesliga

Franz Kremer hat sich für das Thema der Bundesliga starkgemacht. Als Präsident vom 1. FC Köln hat er sich schon im Jahr 1949 für eine gesamtdeutsche Liga ausgesprochen. Er Kremer war der Vorsitzende von der „Interessengemeinschaft Bundesliga und Berufs-Fußball“. Auf der 1958 in Frankfurt/Main stattfindenden DFB-Tagung aber scheiterte erneut der Versuch, in Westdeutschland eine nicht-gestaffelte Liga zu gründen. Die Idee aber fand immer mehr Sprecher, die dafür waren. Mit prominenter Unterstützung von Sepp Herberger und Hermann Neuberger, der später DFB-Präsident war, wurde Kremer in seiner Idee gestärkt. Neuberger machte sich vor allem dafür stark, dass die besten Vereine vereint werden und der Markt sowie auch die Qualität vom Fußball gestärkt und verbessert werden. Herberger bemängelte, dass im Ligasystem die Zahl der guten Spieler sank, weil so auch die guten Spieler in der Nationalmannschaft gefehlt haben. Ein Beweis hierfür sollte das Aus im Viertelfinale der WM 1962 in China sein. Den Erfolg, eine Bundesliga mit 16 Mannschaften zu gründen, gab es nur einige Wochen später. Kremer, Herberger und Neuberger konnten endlich den Erfolg feiern. Am 11. Januar 1963 haben 9 Vereine das Ok für die Bundesliga erhalten. Sieben weitere Vereine erhielten die Zustimmung dann am 6. Mai 1963.

Photo: Katharina Hoffmann

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